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Landesschülerrat zu Gast im Förderzentrum Burg

LSR informiert sich über Förderschulen in Sachsen-Anhalt

Am Montag, dem 10.08.09, traf sich der Landesschülerrat Sachen-Anhalt gemeinsam mit Kultusminister Jan - Hendrik Olbertz im Förderzentrum Burg. Wir wollten uns einmal persönlich mit Lehrern, pädagogischen Mitarbeitern, Schulleiter, Eltern und natürlich auch Schülern über die Problematik Förderschule unterhalten, da es vor einiger Zeit heftige Diskussionen über das gemeinsame Lernen von Förder - und „normalen“ Schülern gab. Zunächst zeigte uns ein Lehrer der Förderschule ein von Schülern und Lehrern selbst gedrehtes Video, welches den Alltag und das Miteinander zwischen den beiden Schülergruppen widerspiegeln sollte. Dabei war den Schülern sehr wichtig, dass ein Teil des Films auf englisch ist und dass der gesonderte Förderunterricht für die so genannten lernbehinderten Schüler dargestellt wird. Nach der Präsentation des Films stellten uns die Lehrer und pädagogischen Mitarbeiter gesondert ihre Arbeit vor. Sie berichteten über den großen Lernerfolg der Schüler und wie harmonisch die Kinder und Jugendlichen miteinander umgehen. Doch auch Probleme sollten uns nicht vorenthalten werden! So wurde uns von der schlechten sozialen Lage vieler Eltern und über viel zu wenige Wochenstunden Förderunterricht berichtet, denn auf einen Förderschüler kommen grade mal 2,5 Extrastunden Förderunterricht in der Woche! Von den zwei anwesenden Schülerrinnen, eine lernbehindert, die andere normal lernend, erfuhren wir, dass es noch manchmal zu einigen Hänseleien kommt, sich aber dennoch alle sehr gut verstehen und auch sehr gern gemeinsam den Unterricht besuchen. Nachdem uns sehr viel Wissenswertes über die Schule berichtet wurde, hatten wir die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Uns interessierte natürlich die Gestaltung des Unterrichtes und die individuelle Förderung sehr. Man sagte uns, dass das gemeinsame Lernen in kleinen Gruppen das „A und O“ einer guten Lernleistung ist, denn in den einzelnen Klassen sind generell nur zwischen 8 und 16 Schülern. Zuletzt besichtigten wir noch die Räumlichkeiten des Gebäudes und mussten mit Erstaunen feststellen, dass die Schüler stark in die Gestaltung der Schule und des Schulgeländes einbezogen werden. So wurden die gesamten Flure der Schule von den Schülern mit bunten Bildern von Tieren, Zeichentrickfiguren und Unterrichtsszenen bemalt. Auch das Freilichtklassenzimmer, welches sich auf dem Schulhof befindet, wurde zu einem Großteil von den Schülern geplant und gebaut.
Die Räume innerhalb des Gebäudes sind generell in einem sehr guten, modernen Zustand. Auch Räume wie ein voll ausgestatteter Werkraum, ein neu eingerichteter Computerraum sowie eine Bibliothek tragen zu sehr viel Spaß während der Schulzeit bei!
Nach diesen erlebnisreichen und spannenden Stunden im Förderzentrum Burg sind wir als Landesschülerrat der Auffassung, dass individuelle Förderung von Schülern durch Förderschulen sehr wichtig , jedoch leider zu stark mit Problemen behaftet ist! Diese Probleme lassen sich jedoch lösen, sodass die Schüler sich hoffentlich sehr bald auf noch mehr individuelle Förderung freuen können!

Marlene Wiedner

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admin